Turmbau III - Kirchengemeinde Uelitz

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Turmbau III
13. Januar 2000 14:25 Uhr Es ist geschafft!!
Gott sei Dank, wir sind fertig. An diesem Tag versammeln sich etwa 50 Personen in der Kirche in Uelitz, um an der Fertigstellung der Turmbekrönung teilzunehmen: Sie kommen aus der Gemeinde, aus Glinde, Schwerin und sogar aus Münster/Westfalen.  Nach Lied und Psalm- gebet wird die Urkunde verlesen, dann kann jeder Anwesende sich in die Anwesenheitsurkunde eintragen. Währenddessen wird über die Explosion von 1945 und ihre Auswirkungen berichtet.  Dann werden die Urkunden, ein Gemeindegliederverzeichnis, Tageszeitungen, eine Glinder Grußadresse sowie Geld in die Hülse eingelegt und von Kirchenklempner Güldenpenning fachmännisch verlötet. Ein Wermutstropfen: der Landesdaten- schutzbeauftragte des Landes MV untersagt dem Amt Rastow eine Liste mit Namen aller Einwohner für die Dokumentenhülse zur Verfügung zu stellen.  
Dann ist es soweit: Mit dem Fahrstuhl werden Kugel und Hahn, danach das Kreuz, sorgsam in Decken gehüllt, nach oben gebracht. Ein wenig Geduld noch, bis alles aufgesteckt ist.  Dann spricht der Pastor ein Bibelwort: Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Und auf plattdeutsch, dass diese Kirche ein Ort der Verkündigung der rettenden Gnade Gottes für alle Menschen sein und bleiben möchte. Dann hat Bariton Dietmar Unger vom Meckl. Staatstheater das Wort: Die Himmel rühmen des Höchsten Ehre......
Dank freundlich zur Verfügung gestellter Technik (Firma Lindemann-Schwerin) schallt es weit übers Land.
Auf dem Bild sehen wir von links: Landwirt Udo Kienker (Kirchenältester), Kirchenklempner H.-J. Güldenpennig, Pastor Erhard Räth, Hans Dechow, Landwirt Richard Maibaum (Kirchenältester).
Und dies war bis zu diesem Tage noch zu tun:
9. November 1999
Nachdem die Zimmerleute das Zepter aus der Hand gegeben haben, ist nun die zeit für die Dachdecker angebrochen. Hier sehen wir einen ersten Anfang. Das Besondere wenige Tage vor dem denkwürdigen 9. November ist die Tatsache, dass der aufzubringende Schiefer aus Spanien stammt. Wer hätte da vor über 10 Jahren daran denken können! Statt Schiefer waren teilweise Asbest-Tafeln als Ersatz verwendet worden. -  Inzwischen hat man zusehends an Höhe gewonnen und das Ende in manch' frischer Brise zeichnet sich ab für: Ingolf Logge (vorn) und Maik Röske (hinten) und Uwe Dingler, René Kramer und Olaf Röske (hier noch nicht dabei). Sie gehören zur Firma Gröger & Logge, Bahnhofstr. 3 a, 19374 Domsühl.
Sicher ist sicher!
Damit auch alles in Zukunft vor zerstörender Feuchtigkeit geschützt ist, werden die Abdeckungen der Gratkanten der Schildgiebel sorgfältig mit Kupfer ausgelegt. Die krönenden Ziborien sind aufgearbeitet und in einem Fall ein Einschuss einer Pistolenkugel repariert. Auf dem Bild sehen wir Klempnermeister Reinhard Sorgenfrei bei der Arbeit. Er vertritt die gleichnamige Firma in Hauptstr. 54, 19374 Klinken.
Und immer wieder: Die Spitze!
Während der gesamten Bauphase spielt die Frage der Gestaltung der Turmbekrönung eine wichtige Rolle. Kann das Kreuz, das wohl 1945 bei einer Explosion heruntergebrochen ist, wieder die Spitze zieren? Da dies nicht möglich ist, kreist alles um die Frage einer Kopie in Form eines Kreuzes aus Kupfer. Zusammen mit einer Kostenschätzung wird die Frage dem Kirchgemeinderat vorgelegt und dieser spricht sich für das Kupferkreuz aus. In der Firma Metallbau Balehna, Teterower Str. 34, 17192 Waren/Müritz wird eine Firma gefunden, die mit Hilfe von Lasertechnik eine Kopie herstellen wird, allerdings für einen stolzen Preis. Inzwischen ist das Werk fertig und befindet sich zum Vergolden gemeinsam mit Kugel und inzwischen reparierten Wetterhahn. Unser Kirchenklempner Güldenpenning (links) hat in der vergangenen Woche die Halterung für die Turmbekrönung an der Spitze angebracht. Diese ist aus Nirosta-Stahl und entsprechend weit herunterreichend, so dass  damit zu rechnen ist, dass das Ganze auch entsprechend lange halten wird. Zu Weihnachten wird unser Turm wieder in voller Schönheit zu sehen sein.
23. Dezember 1999
Unsere Hoffnungen können nicht erfüllt werden: Die Turmbekrönung wird nicht fertig. Inzwischen sind Wetterhahn, Turmkugel und auch das Kreuz vergoldet, aber letzteres kann noch nicht auf die Spitze gebracht werden, da die Vergoldung noch zu frisch ist. So wird das Kreuz dann für das zu Ende gehende Jahrhundert ein Zeichen sein...
Normalerweise richten sich die Blicke aufwärts: Wie ist der Stand der Dinge am Turm? Dabei sind diese Vier weniger zu sehen, denn sie besseren das Mauerwerk am Turmschaft aus: Gert Schulz, Norbert Brose, Karl-Heinz Beifuß und Traugott Schulz (von links). Sie gehören zur Firma Christoph Gesche, Goldberger Str. 15, 19386 Lübz.
Es geht ihnen wie den Vertretern anderer Gewerke: den Malern von der Firma Moll in Crivitz, den Tischlern von der Firma Koschella in Raguth bei Wittenburg und den "Blitzschützern" von der Firma Ridder in Warin.
Nachtrag am 31. Mai 2000:
Zum Osterfest mit der Taufe der Kinder Henry und Pauline Sophie Dorothea Brigitte werden die Turmfenster fertig. Kostenpunkt:
ca. EUR 10.000. Hier sehen wir Glasermeisterin Luise Brügemann von der gleichnamigen Firma aus Schwerin mit Andreas Brügemann-Kluth, während Lehrling Dennis Stange sich um die anderen Fenster an unserem Kirchturm bemüht.

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