Turmbau II - Kirchengemeinde Uelitz

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Turmbau II
7. Oktober 1999
An den Gratsparren im Hintergrund ist zu erkennen: Man hat sich in die Höhe gearbeitet. Es sind nur noch wenige Meter bis zur Spitze. Es ist viel geschafft worden. Voller Stolz hören die Zimmerleute die lobenden Worte des Bauingenieurs. Das ist schon ein Grund zum Lächeln für (von links): Olaf Dopkat, Joachim Röseler und Torsten Reincke von der ausführenden Firma Denkmalpflege Schwerin. Der Fototermin kann nur kurz sein, schnell zum Schein ein Arbeitsgerät in die Hand, und dann: Weiter geht's! Keine Zeit zum Schwatz, Herr Paster!
An diesem heutigen Tag kann nicht unausgesprochen bleiben, daß die Turmsanierung erst durch die Einheit Deutschlands möglich wird. Man mag gar nicht daran denken, wie man die Freigabe von über fünf Kubikmeter Holz beim Rat des Kreises erreicht hätte!! Diese Gedanken nur zur gegenwärtig viel zu hörenden Meinung: Früher war auch nicht alles schlecht!
11. Oktober 1999
Man hat sich bis zur Spitze hinaufgearbeitet, der alles zusammenhaltende Kaiserstiel ist ausgebaut und nun wird das ganze Ausmaß der Schäden erkennbar. Aber keine Sorge, bereits am Boden entsteht genau nach der Vorlage des schadhaften Kaiserstiels eine Kopie, die nicht nur alles sicher zusammenhalten wird sondern auch die Gewähr bietet, daß die alte Höhe des Turms eingehalten wird.
Ein Weg nach oben!
Während oben noch am Kaiserstiel eifrig gearbeitet wird, wird bereits von unten die Schalung aufgebracht. Es gilt, keine Zeit zu verlieren, damit die Dachdecker schnellstmöglichst anfangen können. Sorgfältig arbeitet Torsten Reincke an den Gratkanten, damit die Dachdecker später gute Arbeit leisten können. Die Schalung wird hier anders als ursprünglich verlegt: Sie ist an den Kanten im Winkel von 45° geschnitten, damit im Falle einer möglichen Undichtigkeit die Feuchtigkeit sich nicht auf der Spundung hält, sondern nach unten abgewiesen wird.
Kein Grund zur Traurigkeit
Und den gibt es nun ganz und gar nicht. Einmal für die Bauleute, hier mit dem Verantwortlichen der Firma Denkmalpflege, Herrn Stüwe (rechts), Vorarbeiter Joachim Röseler, genannt Jo, und Herrn Peter Blümel vom Ingenieurbüro(Bildmitte). Alles ist "roger", was den Zeitplan der Arbeiten betrifft und auch für den Bauherrn, der die gute Kunde nicht nur seinem Kirchenvorstand hierüber mitteilen kann, sondern auch darüber, daß die Kosten sich günstiger gestalten.
Ein Profi in Aktion!
Hier sehen wir "Kirchenklempner" Hans-Jürgen Güldenpenning von der Baudienststelle Schwerin in voller "Äktschen". Über dieses Bild freue ich mich persönlich ganz besonders, weil ich sozusagen sein Kollege beim Hinaufbringen von Wetterhahn und Kugel 1982 gewesen bin. Hier begutachtet er, wie sehr sich seine klugen Gedanken zur Konstruktion der Befestigung von Hahn und Kugel bewahrheitet haben. Nachdem Güldenpenning die komplette Spitze demontiert hat, kommt die völlig marode Turmspitze zum Vorschein. Originalton Güldenpenning zum Ortspastor: Daß wir beide "so alt" geworden sind, ist direkt ein Wunder!
Und weiter geht's!
Wahrscheinlich bei der Explosion 1945 und dem sich anschließenden Herunterbrechen von Turmkreuz und Wetterhahn ist ein Sandsteinwasserspeier abgebrochen und muß neu angefertigt werden. Reparaturen an den übrigen Wasserspeiern sind erforderlich. Hier sehen wir Christian Brandt und Christian Past von der Firma Fox Werkstein GmbH, Preister Acker 1, 19086 Plate, bei ihrer Arbeit.
Reinigung pur
Die Blendnischen an den Schildgiebeln zeigen nach einhundert Jahren Spuren von Algenbewuchs und Verschmutzung. Mittels eines Spezialverfahrens werden sie gereinigt ebenso wie die acht Schmuckanker. Hier sehen wir Dipl.-Ing. Rolf Hochbaum (hinten) und Ronny Holland bei der staubreichen Arbeit. Sie gehören zur Firma Holz- und Bautenschutzbedarf Hochbaum, Hauptstr. 19a, 19069 Lübstorf.

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Turmbaugeschen III
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