Kirche zu Uelitz - Kirchengemeinde Uelitz

Direkt zum Seiteninhalt
Die Kirche zu Uelitz
Die Kirche in Uelitz im Landkreis Ludwigslust
Die Kirche in Uelitz, umgeben von einem Kreis von 100-jährigen Linden, besteht aus zwei Bauabschnitten: Kirchenschiff und Turm. Ersteres wurde in der Zeit von 1747 bis 1754 an Stelle einer alten Feldsteinkirche von 1583 errichtet. Dieser Teil der Kirche ist äußerlich an der Verwendung von Ziegeln im Klosterformat erkennbar. Das Innere der Kirche ist geprägt von der Barockdecke. Aus der alten Kirche ist ein spätgotisches Kruzifix (an der Nordwand) erhalten. Die Empore trägt die Darstellung der zwölf Apostel mit Christus in der Mitte. Die Beschreibung in der Literatur hierüber als einfache Bauernmalerei findet sich sehr schnell bestätigt. Durch den Anbau eines Kirchturms 1893 mit einer Vergrößerung der Kirche war die Aufstellung einer Orgel gegeben. Diese ist aus dem Jahre 1894 und ein Werk der mecklenburgischen Orgelbauer-Generation Friese, "unser" als Friese III bezeichnet.
Weitere Informationen zum Bauzustand der Kirche in Uelitz finden Sie in dem Werk "Gefährdete Kirchen in Mecklenburg" Berichte zu Forschung und Praxis der Denkmalpflege in Deutschland, Schwerin 1998, ISBN 3-931185-37-0.  Die entsprechende Seite  finden Sie auch im Internet unter "Uelitz".
Anzumerken ist, dass das dort vorhandene Bild mit dem "lehrbuchmäßigen" Schadensbild eines Echten Hausschwammes der Vergangenheit zuzurechnen ist, da Dachstuhl und Deckenbalkenwerk des Kirchenschiffs inzwischen mit einem Kostenaufwand von EUR 100.000 saniert werden konnte.
Der Altar von 1876 zeigt: Kommt, denn es ist alles bereit, schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist!
Die Glocke ist eine von Zweien im Kirchenturm. Sie ist 12 Zentner schwer und hat einen Durchmesser von 0,97 m. Im oberen Kranz die spiegelverkehrte Inschrift: Ave Maria gratia plena Dominus tecum (gegrüßet seist du, Maria, voll Gnade, der Herr ist mit dir), dazu am unteren Rand bildliche Darstellungen (Evangelisten und Heilige). Die Glocke wird vom Glockenforscher Dr. Klaus Lutze-Berlin auf die Zeit um 1330 datiert und ist höchstwahrscheinlich vor Ort von Lüneburger Gießern hergestellt. Zur Datierung wurde die Glocke im schwedischen Västra Eneby wie auch das Taufbecken in Estebrügge Krs. Stade herangezogen. Die Art und Form der verwendeten Buchstaben ist nur für einen ganz kurzen Zeitraum feststellbar und läßt daher die Eingrenzung auf das Jahr 1330 zu. Die Glocke mußte 1940 für Kriegszwecke abgeliefert werden, wurde ihrer Bedeutung wegen jedoch nicht sofort eingeschmolzen, überstand den Krieg und wurde auf dem legendären Glockenfriedhof in Hamburg-Veddel beschädigt vorgefunden. Nach Abschlagen eines Restes der Glockenkrone hängt die Glocke seit 1948 wieder im Kirchturm am angestammten Platz. Nachtrag: Nach Auskunft aus dem Oberkirchenrat ist die älteste datierte Glocke Mecklenburgs aus dem Jahre 1288 und befindet sich in Kittendorf Krs. Demmin, unsere gehört somit zu den ältesten im Lande. Aus dem Glockengutachten: Die Abnutzungen der Klöppelanschlagstellen betragen 16,2%. Damit besteht erhöhte Rißgefahr bei weiterem Läuten. Hierdurch und auf Grund der Schäden aus dem 2. Weltkrieg ergibt sich dringender Restaurierungsbedarf in einem Glockenschweißwerk. Die erwarteten Kosten belaufen sich auf EUR 19.000.  Hierzu ist die Kirchgemeinde nicht in der Lage, und so suchen wir auch hierzu Spender und Sponsoren! Siehe hierzu auch unter Anschrift der Kirchgemeinde auf der Hauptseite! Darum:  Helfen Sie uns, ein gutes Stück unserer mecklenburgischen Heimat zu bewahren!  
Evangelische Kirchengemeinde Uelitz
Zurück zum Seiteninhalt